★ Plattform-Analyse · DaaS Funktionsumfang

Omnissa Horizon

von Omnissa (ehem. VMware)

Die vSphere-native DaaS-Plattform mit Instant Clone Technology, App Volumes und Blast Extreme — ideal für Organisationen mit bestehender VMware-Infrastruktur. Wählen Sie Add-ons für erweiterte Enterprise-Szenarien.

Stand: August 2026 · Konsistent mit der Extended DaaS Feature Matrix

Lizenz-Basis
Horizon Universal
Abrechnung
Subscription + vSphere/Azure/AWS/Nutanix
Setup-Komplexität
Hoch
Module nativ
10 / 12

Ihre Horizon-Konfiguration zusammenstellen

Omnissa Horizon deckt 10 der 12 Kern-Module aus dem Dienst heraus ab — App Volumes, Dynamic Environment Manager und die Unified Access Gateway gehören zu Horizon Cloud. Offen bleiben Auto Scaling und die Richtliniensteuerung nach Gerätezustand; dafür kommt Workspace ONE UEM hinzu, das gesondert lizenziert wird.

Workspace ONE UEM
Unified Endpoint Management für virtuell + physisch
Omnissa · separate Lizenz
IGEL OS Endpoint
Gehärtete Thin-Client-Endpoints mit Blast-Optimierung
IGEL Technology
Ihre Konfiguration: Horizon Universal — Grundzustand ohne Zusatzprodukte.
10 von 12 Modulen nativ

Funktionsumfang im Überblick

Welche der zwölf Kern-Capabilities eines modernen Workplace-Stacks deckt Ihre Konfiguration nativ ab — und wo braucht es Erweiterungen? Jedes Puzzle-Teil zeigt den Reifegrad.

GA / nativ verfügbar Preview / teilweise Nur via Add-on / Partner Nicht verfügbar

Die zwölf Module — was ist drin, was fehlt?

Jedes Modul beschreibt eine Kern-Capability des Workplace-Stacks. Die Farbe zeigt den aktuellen Status in Ihrer Konfiguration. Klicken Sie im Konfigurator oben Add-ons an — dann sehen Sie hier, welches Modul sich verbessert und warum. Die Inhalte sind konsistent mit der Extended DaaS Feature Matrix.

Endpoint-Platform (außerhalb des Puzzles)

Omnissa hat durch die Workspace ONE-Historie einen der stärksten Endpoint-Stacks. Der Horizon Client läuft auf allen Plattformen, IGEL OS hat tiefe Blast-Extreme-Integration, Unicon eLux bietet nativen Blast-Client. Für komplexe Endpoint-Landschaften oft erste Wahl.

Horizon Client · Omnissa

Offizieller Omnissa-Client — verfügbar für Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS, HTML5-Browser. Volle Blast Extreme-Unterstützung inklusive USB-Redirection, Smartcard, Multimedia Redirection, Session Collaboration.

IGEL OS · IGEL Technology

Linux-basiertes Thin-Client-OS mit Blast Extreme-Tiefenintegration. Read-only, Chain-of-Trust-Boot, Preventive Security Model. Für Horizon-Deployments oft erste Wahl bei Zero-Trust-Endpoints.

Unicon eLux / Scout · Unicon GmbH

Deutsches Thin-Client-OS mit nativem Blast-Client — zentral über Scout Enterprise verwaltet. BSI-empfohlen, in Behörden und Finanzsektor häufig der Standard.

Workspace ONE UEM · Omnissa

Endpoint-Management-Plattform von Omnissa — verwaltet Windows, macOS, iOS, Android und virtuelle Desktops in einer Konsole. Als Add-on-Bundle für unified experience über physische und virtuelle Endpoints.

Alle sinnvollen Horizon-Kombinationen im Vergleich

Omnissa Horizon wird selten „pur“ eingesetzt — praktisch immer in der Kombination mit App Volumes, DEM und/oder Workspace ONE UEM. Diese Matrix zeigt typische DACH-Konfigurationen. Konkrete Lizenz-Konditionen sind nach dem VMware/Omnissa-Spin-off direkt beim Hersteller zu erfragen.

Setup Module nativ Zielgruppe Was sich gegenüber „Horizon Universal“ ändert
Horizon StandardEinfachstes Horizon-Setup 7 / 12 Kleinere vSphere-Shops, einfache VDI-Deployments Basis-Referenz mit 7/12 Modulen voll nativ. App Volumes, DEM und UAG fehlen, werden über Horizon Enterprise ergänzt.
Horizon EnterpriseStandard-Enterprise-Bundle (App Volumes + DEM + UAG) 10 / 12 Mittelstand bis Enterprise, komplette VDI-Deployments App Volumes, DEM, UAG im Bundle. 10/12 Module voll nativ — nur Autoscaling und Conditional-Access-Policies bleiben offen.
Horizon UniversalPro-User-Subscription mit voller Flexibilität 10 / 12 Multi-Cloud-Deployments, Organisationen ohne Named-User-Modell Named-User-Subscription (statt Concurrent) mit voller Flexibilität über vSphere, Azure, AWS, GCP. Gleicher Funktionsumfang wie Enterprise.
Horizon Enterprise + Workspace ONE UEMUnified Endpoint Management 11 / 12 Unternehmen mit gemischter Endpoint-Landschaft (Windows, Mac, iOS, Android + VDI) UEM für physisch und virtuell, ZTNA, Compliance-Policies in einer Konsole. Pol wird voll nativ.
Horizon + IGEL OSZero-Trust-Endpoint-Setup 7 / 12 Regulierte Branchen mit Endpoint-Härtungs-Anforderungen Gehärtete Thin-Client-Endpoints mit Blast-Tiefenintegration. Kein direktes Modul-Upgrade, aber strategisch wichtig für Zero-Trust-Compliance.
Horizon Enterprise + ControlUpFür DEX-kritische Umgebungen 11 / 12 Enterprise mit strengen SLAs, Helpdesk-intensive Setups DEX-Score auf User-Ebene, Auto-Remediation, Physical+Virtual-Endpoint-Monitoring — schließt die Autoscaling-Lücke über ControlUps Score-basiertes Scaling.

Stärken von Horizon

  • Instant Clones auf vSphere-Kapazität — neue Maschinen entstehen in Sekunden aus einem laufenden Parent-Clone
  • Blast Extreme-Protokoll — optimiert für WAN und Low-Bandwidth, adaptives TCP/UDP
  • vSphere-native Architektur — volle Kontrolle über Hypervisor-Layer, perfekte Integration für VMware-Shops
  • Linux-Desktops nativ und vollständig — Microsoft unterstützt in AVD und Windows 365 ausschließlich Windows
  • App Volumes und Dynamic Environment Manager gehören zum Dienst; Workspace ONE UEM kommt gesondert hinzu
  • Workspace ONE UEM verwaltet neben virtuellen auch physische Endgeräte: Windows, macOS, iOS, Android und Thin Clients aus einer Konsole — auch ohne Microsoft-365-Vertrag
  • Helpdesk-Werkzeug seit Version 2506 in nahezu allen Editionen verfügbar (vorher nur Enterprise)
  • Instant Clones lösen die Host-Reparatur elegant: Statt einen defekten Host zu reparieren, wird er in Sekunden neu erzeugt
  • Nutanix AHV-Support GA seit Horizon 8 2512 — alternative zu vSphere

Lücken & zu ergänzen

  • Die Skalierung im Autonomous Mode wird schrittweise ausgerollt; kostenbezogene Empfehlungen sind noch Beta
  • Horizon 8 Advanced (Term) wurde im August 2026 abgekündigt — Bestandskunden brauchen einen Migrationspfad
  • Seit 2606 lassen sich keine neuen Images mehr mit Windows 10 22H2 und Windows Server 2016 anlegen; bestehende laufen weiter, erhalten aber keine Aktualisierungen mehr
  • Härtester Lock-in im Vergleich: Die vSphere-Bindung koppelt die Desktop-Kosten unmittelbar an die Broadcom-Preisentwicklung. Nutanix AHV ist als Horizon-Cloud-Anbieter seit 2608 eine Alternative in eingeschränkter Verfügbarkeit, aber ein Wechsel bestehender Umgebungen bleibt aufwendig — Citrix erlaubt dagegen die freie Hypervisor-Wahl im laufenden Betrieb
  • Junges eigenständiges Unternehmen: Nach der Ausgliederung aus VMware wurde das Produktportfolio bereits angepasst — bei Vertragslaufzeiten von drei bis fünf Jahren ein Punkt für die Risikobetrachtung
  • Mehrere Oberflächen nebeneinander: Horizon Universal Console und Workspace ONE — keine durchgängige Bedienung
  • Hohe Komplexität bei Multi-Pod-Deployments mit Federation Architecture
  • Teams-Optimierung: Die neue Microsoft-Medien-Engine SlimCore ist für Omnissa bislang nur in öffentlicher Vorschau verfügbar — bei AVD, Windows 365 und Citrix bereits allgemein freigegeben
  • Blast Extreme ist im lokalen Netz stark, bei schlechten Verbindungen aber schwächer als Citrix HDX: Omnissa empfiehlt selbst, ab etwa 250 ms Verzögerung von UDP auf TCP zu wechseln
  • Windows-Lizenzierung und RDS-Zugriffslizenzen kommen von Microsoft hinzu — Omnissa liefert nur Bereitstellung und Verwaltung
  • Horizon 9 Cloud-Native (auf Roadmap) noch nicht verfügbar — Legacy-Architektur noch dominant

Einschätzung in einem Satz

Omnissa Horizon ist die natürliche Wahl für VMware-Shops — wer bestehende vSphere-Infrastruktur hat, bekommt mit Horizon die technisch reifste DaaS-Plattform auf dieser Basis. Für Cloud-first-Organisationen ohne vSphere-Historie ist AVD + Nerdio oder Citrix DaaS meist die wirtschaftlichere Wahl.

Technische Tiefenanalyse

Instant Clones: Horizon setzt Instant Clones früh und durchgängig ein — VMs werden in Sekunden aus einem laufenden Parent-Clone erstellt, ohne Reboot. Das ist bei Pool-Desktops mit hoher Fluktuation (z.B. Schicht-Szenarien, Bildungseinrichtungen, Kiosk-Umgebungen) ein echter Geschwindigkeits-Vorteil. Kombiniert mit App Volumes für Apps ohne Image-Rebuild und DEM für User-Environment ist das ein reifer Stack.

Der Omnissa-Spin-off: Ende 2023/Anfang 2024 wurde die EUC-Sparte von VMware (Horizon, Workspace ONE, Dynamic Environment Manager) an KKR verkauft und als eigenständiges Unternehmen Omnissa ausgegliedert. Die Produkte heißen seit April 2024 offiziell Omnissa Horizon, Omnissa Workspace ONE usw. Technisch ändert sich wenig, organisatorisch viel: neue Lizenz-Portale, neue Support-Strukturen, neue Preismodelle. Bestandskunden sollten Konditionen nach der Umstellung aktiv neu verhandeln.

Horizon 9 Cloud-Native als Zukunft: Omnissa hat Horizon 9 als Cloud-Native-Architektur angekündigt — Microservice-basiert, container-orchestriert, ohne klassische Connection Server. Das würde viele aktuelle Pain Points (Multi-Pod-Komplexität, Update-Aufwand, Legacy-Architektur) lösen. Release-Datum ist noch nicht offiziell. Bis dahin bleibt Horizon 8 mit Federation Architecture der produktive Stand.

Wann Horizon die richtige Wahl ist: Bestehende vSphere/vSAN-Infrastruktur (besonders vSphere Foundation oder VCF). Workspace ONE bereits im Einsatz für UEM. Linux-Desktops als harter Requirement. Nutanix-Shops, die nach VDI-Option suchen. Wenn keines dieser Kriterien zutrifft und kein VMware-Kontext besteht, sind AVD + Nerdio oder Citrix DaaS meist wirtschaftlicher.

Welche Horizon-Konfiguration passt zu Ihrem Unternehmen?

Der Funktionsumfang ist eine Seite der Medaille — die Passung zu Personas, Compliance und bestehender IT-Landschaft die andere. Vergleichen Sie direkt in der DaaS Maps oder tauschen Sie sich auf LinkedIn dazu aus.

Begriffe verstehen

Die Fachbegriffe hinter Omnissa Horizon.

VDI, PCoIP, Gold Image — wer den Funktionsumfang bewerten will, braucht die Begriffe dahinter. Im Glossar ist jeder davon in wenigen Sätzen erklärt.

Haftungsausschluss: Alle Angaben wurden sorgfältig aus öffentlich zugänglichen Hersteller-Dokumentationen und Fachpublikationen zusammengestellt. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität wird jedoch nicht übernommen. Funktionsumfang, Verfügbarkeit und Preise können sich jederzeit ändern. Bei Kauf- oder Investitionsentscheidungen sind die Angaben direkt beim jeweiligen Hersteller zu verifizieren.

Markenrechte: Omnissa®, Horizon®, Workspace ONE®, Blast Extreme® · VMware® (Legacy) · IGEL® · Unicon® — und weitere genannte Produkt- und Firmennamen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber und werden hier ausschließlich zu sachlichen Vergleichszwecken im Sinne der nominativen Markennutzung verwendet.