Omnissa Horizon
Die vSphere-native DaaS-Plattform mit Instant Clone Technology, App Volumes und Blast Extreme — ideal für Organisationen mit bestehender VMware-Infrastruktur. Wählen Sie Add-ons für erweiterte Enterprise-Szenarien.
Stand: September 2026
Ihre Horizon-Konfiguration zusammenstellen
Omnissa Horizon deckt 10 der 12 Kern-Module aus dem Dienst heraus ab — App Volumes, Dynamic Environment Manager und die Unified Access Gateway gehören zu Horizon Cloud. Offen bleiben Auto Scaling und die Richtliniensteuerung nach Gerätezustand; dafür kommt Workspace ONE UEM hinzu, das gesondert lizenziert wird.
Funktionsumfang im Überblick
Welche der zwölf Kern-Capabilities eines modernen Workplace-Stacks deckt Ihre Konfiguration nativ ab — und wo braucht es Erweiterungen? Jedes Puzzle-Teil zeigt den Reifegrad.
Die zwölf Module — was ist drin, was fehlt?
Jedes Modul beschreibt eine Kern-Capability des Workplace-Stacks. Die Farbe zeigt den aktuellen Status in Ihrer Konfiguration. Klicken Sie im Konfigurator oben Add-ons an — dann sehen Sie hier, welches Modul sich verbessert und warum.
Endpoint-Platform (außerhalb des Puzzles)
Omnissa bringt über die Workspace ONE-Historie einen eigenen Endpoint-Stack mit. Der Horizon Client läuft auf allen Plattformen, IGEL OS hat tiefe Blast-Extreme-Integration, UniconOS (ehemals Unicon eLux) bietet nativen Blast-Client. Für komplexe Endpoint-Landschaften oft erste Wahl.
Horizon Client · Omnissa
Offizieller Omnissa-Client — verfügbar für Windows, macOS, Linux, iOS, Android, ChromeOS, HTML5-Browser. Blast Extreme mit USB-Redirection, Smartcard, Multimedia Redirection und Session Collaboration — der Funktionsumfang unterscheidet sich aber je Client: Im Browser unterstützt der Horizon Web Client bei virtuellen Windows-Desktops zwar die USB-Umleitung, aber weder Smartcards noch Windows Media MMR; weitere Funktionen bieten die installierten Clients.
IGEL OS · IGEL Technology
Linux-basiertes Thin-Client-OS mit Blast Extreme-Tiefenintegration. Read-only, Chain-of-Trust-Boot, Preventive Security Model. Für Horizon-Deployments oft erste Wahl bei Zero-Trust-Endpoints.
UniconOS / UniconOS Management (ehemals eLux / Scout) · Citrix (Unicon GmbH)
Deutsches Thin-Client-OS mit nativem Blast-Client — zentral über UniconOS Management (ehemals Scout Enterprise) verwaltet. BSI-empfohlen, in Behörden und Finanzsektor häufig der Standard.
Workspace ONE UEM · Omnissa
Endpoint-Management-Plattform von Omnissa — verwaltet Windows, macOS, iOS, Android und virtuelle Desktops in einer Konsole. Als Add-on-Bundle für unified experience über physische und virtuelle Endpoints.
Alle sinnvollen Horizon-Kombinationen im Vergleich
Omnissa Horizon wird selten „pur“ eingesetzt — praktisch immer in der Kombination mit App Volumes, DEM und/oder Workspace ONE UEM. Diese Matrix zeigt typische DACH-Konfigurationen. Konkrete Lizenz-Konditionen sind nach dem VMware/Omnissa-Spin-off direkt beim Hersteller zu erfragen.
| Setup | Module nativ | Zielgruppe | Was sich gegenüber „Horizon Universal“ ändert |
|---|---|---|---|
| Horizon StandardEinfachstes Horizon-Setup | 7 / 12 | Kleinere vSphere-Shops, einfache VDI-Deployments | Basis-Referenz mit 7/12 Modulen voll nativ. App Volumes, DEM und UAG fehlen, werden über Horizon Enterprise ergänzt. |
| Horizon EnterpriseStandard-Enterprise-Bundle (App Volumes + DEM + UAG) | 10 / 12 | Mittelstand bis Enterprise, komplette VDI-Deployments | App Volumes, DEM, UAG im Bundle. 10/12 Module voll nativ — nur Autoscaling und Conditional-Access-Policies bleiben offen. |
| Horizon UniversalSubscription mit voller Flexibilität | 10 / 12 | Multi-Cloud-Deployments, Organisationen ohne Named-User-Modell | Subscription wahlweise für benannte oder für gleichzeitig verbundene Nutzer, mit voller Flexibilität über vSphere, Azure, AWS, GCP. Gleicher Funktionsumfang wie Enterprise. |
| Horizon Enterprise + Workspace ONE UEMUnified Endpoint Management | 11 / 12 | Unternehmen mit gemischter Endpoint-Landschaft (Windows, Mac, iOS, Android + VDI) | UEM für physisch und virtuell, ZTNA, Compliance-Policies in einer Konsole. Pol wird voll nativ. |
| Horizon + IGEL OSZero-Trust-Endpoint-Setup | 7 / 12 | Regulierte Branchen mit Endpoint-Härtungs-Anforderungen | Gehärtete Thin-Client-Endpoints mit Blast-Tiefenintegration. Kein direktes Modul-Upgrade, aber strategisch wichtig für Zero-Trust-Compliance. |
| Horizon Enterprise + ControlUpFür DEX-kritische Umgebungen | 11 / 12 | Enterprise mit strengen SLAs, Helpdesk-intensive Setups | DEX-Score auf User-Ebene, Auto-Remediation, Physical+Virtual-Endpoint-Monitoring — schließt die Autoscaling-Lücke über ControlUps Score-basiertes Scaling. |
Stärken von Horizon
- Instant Clones auf vSphere-Kapazität — neue Maschinen entstehen in Sekunden, standardmäßig direkt aus einer Replica-VM ohne Parent-VM
- Blast Extreme-Protokoll — optimiert für WAN und Low-Bandwidth, adaptives TCP/UDP
- vSphere-native Architektur — volle Kontrolle über Hypervisor-Layer, perfekte Integration für VMware-Shops
- Linux-Desktops nativ und vollständig — Microsoft unterstützt in AVD und Windows 365 ausschließlich Windows
- App Volumes und Dynamic Environment Manager gehören zum Dienst; Workspace ONE UEM kommt gesondert hinzu
- Workspace ONE UEM verwaltet neben virtuellen auch physische Endgeräte: Windows, macOS, iOS, Android und Thin Clients aus einer Konsole — auch ohne Microsoft-365-Vertrag
- Helpdesk-Werkzeug seit Version 2506 in nahezu allen Editionen verfügbar (vorher nur Enterprise)
- Instant Clones lösen die Host-Reparatur elegant: Statt einen defekten Host zu reparieren, wird er in Sekunden neu erzeugt
- Nutanix AHV-Support GA seit Horizon 8 2512 — Alternative zu vSphere
Lücken & zu ergänzen
- Der Autonomous Mode sollte laut Versionshinweis 2602 „through the month of March“ ausgerollt werden; kostenbezogene Empfehlungen kamen mit dem Update vom 15. April 2026 als Beta, einen späteren Reifegrad nennen die Versionshinweise nicht
- Horizon 8 Advanced (Term) wurde im August 2026 abgekündigt — Bestandskunden brauchen einen Migrationspfad
- Seit 2606 wird das Anlegen neuer Images mit Windows 10 22H2 und Windows Server 2016 nicht mehr unterstützt und soll gesperrt werden; bestehende laufen weiter, erhalten aber keine Aktualisierungen mehr
- Die vSphere-Bindung koppelt die Desktop-Kosten an die Broadcom-Preisentwicklung. Nutanix AHV ist für Horizon 8 seit 2512 allgemein verfügbar und als Horizon-Cloud-Anbieter seit 2608 in eingeschränkter Verfügbarkeit eine Alternative, aber ein Wechsel bestehender Umgebungen bleibt aufwendig — Citrix erlaubt dagegen die freie Hypervisor-Wahl im laufenden Betrieb
- Junges eigenständiges Unternehmen: Nach der Ausgliederung aus VMware wurde das Produktportfolio bereits angepasst — bei Vertragslaufzeiten von drei bis fünf Jahren ein Punkt für die Risikobetrachtung
- Mehrere Oberflächen nebeneinander: Horizon Universal Console, Horizon Console und die Workspace-ONE-Konsolen sind getrennt; eine übergreifende Suche in der Universal Console gibt es seit Service Release 2511 (03.12.2025)
- Hohe Komplexität bei Multi-Pod-Deployments mit der Cloud Pod Architecture
- Teams-Optimierung: Die neue Microsoft-Medien-Engine SlimCore führt Microsoft inzwischen auch für Omnissa Horizon als allgemein verfügbar, wie bei AVD, Windows 365 und Citrix; Voraussetzung ist der Horizon Client für Windows ab 8.17 (2512)
- Blast Extreme ist im lokalen Netz stark, bei schlechten Verbindungen aber schwächer als Citrix HDX
- Windows-Lizenzierung und RDS-Zugriffslizenzen kommen von Microsoft hinzu — Omnissa liefert nur Bereitstellung und Verwaltung
- Horizon 9 Cloud-Native (auf Roadmap) noch nicht verfügbar — Legacy-Architektur noch dominant
Einschätzung in einem Satz
Omnissa Horizon ist die natürliche Wahl für VMware-Shops — wer bestehende vSphere-Infrastruktur hat, bekommt mit Horizon eine auf dieser Basis ausgereifte DaaS-Plattform. Für Cloud-first-Organisationen ohne vSphere-Historie ist AVD + Nerdio oder Citrix DaaS meist die wirtschaftlichere Wahl.
Technische Tiefenanalyse
Instant Clones: Horizon setzt Instant Clones früh und durchgängig ein — VMs werden in Sekunden erstellt, standardmäßig direkt aus einer Replica-VM ohne Parent-VM, ohne Reboot. Das ist bei Pool-Desktops mit hoher Fluktuation (z.B. Schicht-Szenarien, Bildungseinrichtungen, Kiosk-Umgebungen) ein echter Geschwindigkeits-Vorteil. Kombiniert mit App Volumes für Apps ohne Image-Rebuild und DEM für User-Environment ist das ein reifer Stack.
Der Omnissa-Spin-off: Ende 2023/Anfang 2024 wurde die EUC-Sparte von VMware (Horizon, Workspace ONE, Dynamic Environment Manager) an KKR verkauft und als eigenständiges Unternehmen Omnissa ausgegliedert. Die Produkte heißen seit April 2024 offiziell Omnissa Horizon, Omnissa Workspace ONE usw. Technisch ändert sich wenig, organisatorisch viel: neue Lizenz-Portale, neue Support-Strukturen, neue Preismodelle. Bestandskunden sollten Konditionen nach der Umstellung aktiv neu verhandeln.
Horizon 9 Cloud-Native als Zukunft: Omnissa hat Horizon 9 als Cloud-Native-Architektur angekündigt — Microservice-basiert, container-orchestriert, ohne klassische Connection Server. Das würde viele aktuelle Pain Points (Multi-Pod-Komplexität, Update-Aufwand, Legacy-Architektur) lösen. Release-Datum ist noch nicht offiziell. Bis dahin bleibt Horizon 8 mit der Cloud Pod Architecture der produktive Stand.
Wann Horizon die richtige Wahl ist: Bestehende vSphere/vSAN-Infrastruktur (besonders vSphere Foundation oder VCF). Workspace ONE bereits im Einsatz für UEM. Linux-Desktops als harter Requirement. Nutanix-Shops, die nach VDI-Option suchen. Wenn keines dieser Kriterien zutrifft und kein VMware-Kontext besteht, sind AVD + Nerdio oder Citrix DaaS meist wirtschaftlicher.
Welche Horizon-Konfiguration passt zu Ihrem Unternehmen?
Der Funktionsumfang ist eine Seite der Medaille — die Passung zu Personas, Compliance und bestehender IT-Landschaft die andere. Vergleichen Sie direkt in der DaaS Maps oder tauschen Sie sich auf LinkedIn dazu aus.
Die Fachbegriffe hinter Omnissa Horizon.
VDI, PCoIP, Gold Image — wer den Funktionsumfang bewerten will, braucht die Begriffe dahinter. Im Glossar ist jeder davon in wenigen Sätzen erklärt.
Markenrechte: Omnissa®, Horizon®, Workspace ONE®, Blast Extreme® · VMware® (Legacy) · IGEL® · Unicon® — und weitere genannte Produkt- und Firmennamen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber und werden hier ausschließlich zu sachlichen Vergleichszwecken im Sinne der nominativen Markennutzung verwendet.